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DM Distanzreiten: Regina Winiarski wird Deutsche Meisterin

03.06.2012

Michelle Kiewert Jugendmeisterin

Luhmühlen (fn-press). Die neue Deutsche Meisterin der Distanzreiter heißt Regina Winiarski, die zum ersten Mal den Titel gewinnen konnte. Während in ihrem Heimatort Balve die Deutschen Meisterschaften der Spring- und Dressurreiter ausgetragen werden, hat sie in Luhmühlen als schnellste Reiterin die 160 Kilometer lange Strecke bewältigt. Dafür benötigte sie mit ihrer zwölfjährigen Stute Santana neun Stunden, acht Minuten und 44 Sekunden. Vizemeisterin wurde die Vorjahressiegerin Sybille Markert-Bäumer aus Dietmannsried in Bayern mit dem zehnjährigen Vollblutaraberhengst Estopal Estopa.  Bronze ging an Bernhard Dornsiepen mit Rio. Dornsiepen kommt wie die Siegerin auch aus Balve.

Die Spitzengruppe, zu der auch Regina Winiarski gehörte, startete mit wenigen Minuten Unterschied auf die letzte 16-Kilometer lange Runde. Neben Salman Ali Al R Salman aus dem Bahrain zählten auch Sybille Markert-Bäumer, Bernhard Dornsiepen, Petra Hattab (Wuppertal) und Dr. Gabriela Förster (Naumburg) zur Spitzengruppe. Der Sieg war dann aber eindeutig. Regina Winiarski, die im vergangenen Jahr mit Platz vier bei der DM noch eine Medaille verpasst hatte, kam alleine ins Ziel geritten, gefolgt von Salman Ali Al R Salman. Er gewann die internationale Wertung des CEI***, da Winiarski nur in der nationalen Wertung startete. Sie hatte die Strecke in einer Durchschnittgeschwindigkeit von 17,714 Kilometern in der Stunde zurückgelegt. Dahinter folgte dann Sybille Markert-Bäumer (09:08:46) und mit einer Minute Abstand Bernhard Dornsiepen (09:09:49). Titelverteidigerin Markert-Bäumer freute sich auch über Silber: &bdquoIch bin sehr zufrieden, denn es war auch deutlich mehr Konkurrenz am Start als im vergangenen Jahr. 2009 und 2011 Deutsche Meisterin und 2010 und 2012 Vize-Meisterin ist schließlich auch keine schlechte Serie&ldquo, ergänzte sie.

&bdquoFinish&ldquo um Platz vier
Das von den Zuschauern erhoffte &bdquoFinish&ldquo im gestreckten Galopp lieferten sich dann Petra Hattab und Dr. Gabriela Förster. Hattab &ndash eigentlich hinter Förster &ndash legte mit Prince Sharif ordentlich an Tempo zu und kam knapp vor ihr durch die Ziellinie. &bdquoHui, das war aber knapp&ldquo, so ein Zuschauer. Nachdem die Pferde der Reihe nach den Vet-Check ohne Beanstandungen passiert hatten, brach jedes Mal großer Jubel bei den Zuschauern aus und erst dann wurde den Reitern gratuliert. Hattab belegte mit Prince Sharif somit Platz vier (09:10:36) und ärgerte sich nicht, dass sie keine Medaille gewonnen hatte. &bdquoMein Ziel war es, hier mit einer guten Zeit anzukommen, da das hier eine Sichtung für die Weltmeisterschaften ist und die anderen haben am Ende vielleicht noch mit mehr Risiko geritten&ldquo, erklärte sie. Platz fünf mit einer Sekunde Unterschied ging an Dr. Gabriela Förster (Naumburg) mit Priceless Gold (09:10:37).

Michelle Kiewert wird Deutsche Jugendmeisterin
Deutsche Jugendmeisterin ist Michelle Kiewert aus Langenberg mit Balzar. Für die 17-Jährige ist es ebenfalls ihr erster nationaler Titel. Sie ritt die 120 Kilometer lange Strecke, die aus vier verschiedenen Runden rund um Luhmühlen bestand, in sechs Stunden, 59 Minuten und einer Sekunde und einer Durchschnittgeschwindigkeit von 17,183 Kilometern in der Stunde. Silber gewann die 20-jährige Sabrina Birmele mit Eurazia du Vallois (07:04:31), die bereits 2009 die Silbermedaille bei den Deutschen Jugendmeisterschaften gewonnen hatte. Bronze ging an die ebenfalls 20-jährige Jule Röhm (Mössingen) mit Lepperedu (07:04:33). Auf Platz vier kam Selina Freitag mit PF Tallos Sky (07:22:42) und auf Platz fünf die Deutsche Jugendmeisterin von 2010 Clara Haug mit Ainhoa Fautina (07:35:54). Die Deutsche Jugendmeisterin des vergangenen Jahres Anne Wegner aus Göttingen durfte altersbedingt nicht mehr starten.

Nachdem Michelle Kiewert ins Ziel gekommen war, wurde ihr Pferd von ihren Helfern beim Vet-Check vorgestellt. Die Reiterin selbst war im zentralen Vet-Gate im Stadion nicht zu sehen. Als die Tierärzte das OK gaben, fielen sich Helfer, Trainer und Familie in die Arme. &bdquoIch saß im Campingstuhl und habe über den Lautsprecher gehört, dass ich gewonnen habe&ldquo, erzählt die Siegerin. &bdquoIch mache das immer so, wenn das Pferd den Tierärzten vorgestellt wird. Ich bin dann einerseits erschöpft, aber auch einfach nervös. Und nach 120 Kilometern kann man auch einfach mal gut einen Stuhl gebrauchen&ldquo, lachte sie. Zur Vorbereitung ihres Pferdes erklärte Michelle Kiewert, dass sie und ihr Heimtrainer Harald Kutzbauer in Absprache mit Bundestrainer Jean-Louis Leclerc (Frankreich) das Training umgestellt hätten. &bdquoWir haben ein spezielles Intervalltraining gemacht und waren vor einer Woche noch mal gezielt zum Höhentraining in Tirol&ldquo, erklärte ihr Trainer.

Weitere Informationen unter www.glchallenge.de




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