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von Dr. Dennis Peiler
Die Regelung, dass der Sieger im Nationenpreis erst nach dem Special fest steht, greift in Aachen zum ersten Mal. Genauso neu ist die Reduzierung der Teams von vier auf drei Starter. "Das ist nicht halbes und nichts ganzes, eine Mannschaft besteht aus vier Reitern", zeigte sich Isabell Werth (Rheinberg) von der Neuerung in Aachen wenig begeistert. Für Deutschland gehen in die Nationenpreiswertung die Ergebnisse von Isabell Werth, Matthias-Alexander Rath (Kronberg) und Christoph Koschel (Hagen a.T.W.) ein. Als Einzelreiterin darf zusätzlich Anabel Balkenhol (Rosendahl) an der CDIO-Tour teilnehmen.
Isabell Werth war mit ihrer Leistung und der ihres 16-jährigen Wallachs Satchmo nach dem Grand Prix zufrieden. Platz vier und 75,836 Prozent lautete das Ergebnis zum Auftakt der CDIO-Tour. Bereits gestern hatte sie mit Warum nicht FRH bei ihrem Grand Prix-Sieg in der CDI-Tour mit 75,623 Prozent ein ähnliches Ergebnis erzielt. "Wer von beiden derzeit meine Nummer eins ist, kann ich noch nicht sagen. Bei beiden Pferden ist sicherlich noch eine Steigerung von zwei bis drei Prozent möglich", so die fünfmalige Olympiasiegerin.
Christoph Koschel (Hagen a.T.W.) musste mit dem elfjährigen Donnperignon als erstes deutsches Paar aufs Viereck. "Beim Einreiten habe ich gemerkt, dass das heute etwas ganz Besonderes ist", freute sich der 34-Jährige über seine Premiere in Aachen. "Natürlich wollte ich für die Mannschaft ein gutes Ergebnis erzielen. Deshalb bin ich auch nicht mit dem letzten Risiko geritten." Mit dem sechsten Platz und 72,644 Prozent war nicht nur der Reiter, sondern auch Bundestrainer Holger Schmezer (Verden) zufrieden: "Christoph hat heute der nervlichen Belastung absolut standgehalten. Der Ritt hatte viele Höhepunkte."
Der dritte deutsche Mannschaftsreiter, Matthias Alexander-Rath (Kronberg), und Sterntaler-Unicef erwischten heute nicht ihren besten Tag. "Das begann schon mit Taktfehlern zu Anfang des Grand Prix. Es gibt Tage, an denen es nicht so gut läuft", ärgerte sich der Deutsche Meister. "Es fehlte heute etwas der Mut", kommentierte Schmezer die Leistung. Am Ende reichte es für Rath zu Platz sieben (71,185). Ihre Premiere feierte in der CDIO-Tour auch Anabel Balkenhol mit dem Hannoveraner Dablino. Die Einzelreiterin sicherte sich knapp hinter Rath Platz acht (71,125). "Anabel und Dablino präsentierten sich heute sehr lektionssicher. Im Schritt zeigte der Wallach allerdings Spannungen, die wertvolle Punkte gekostet haben," so der Bundestrainer. "Unsere Paare haben alle noch Steigerungspotenzial", blickte er der Team-Entscheidung am Samstag optimistisch entgegen.
Weitere Informationen unter http://www.chio-aachen.de
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