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von Dr. Dennis Peiler
Bei hochsommerlichen Temperaturen gaben die Titelverteidiger des Vorjahres in der ersten Wertungsprüfung den Ton an. Doppelweltmeister Kai Vorberg aus Köln führt mit seinem Schimmel Sir Bernhard RS von der Wintermühle (Longenführerin Kirsten Graf) die starke Herrenkonkurrenz im Einzelvoltigieren an (8,293 Punkte). Dicht hinter Vorberg rangiert vor der zweiten Wertungsprüfung Europameister Nicolas Andreani aus Frankreich mit Idefix de Braize (8,221). Platz drei in der Zwischenwertung hat derzeit Vorbergs Stallgefährte Patric Looser aus der Schweiz mit Record RS von der Wintermühle (8,196) inne. Für die deutschen Einzelvoltigierer geht es an diesem Wochenende nicht nur um Siege und Platzierungen, sondern auch um die Tickets für die Weltreiterspiele in Kentucky von 25. September bis 10. Oktober. Während Kai Vorberg fest mit seiner WM-Teilnahme rechnen darf und für die WM bereits gesetzt ist, wetteifern die übrigen Deutschen noch um die verbleibenden zwei Startplätze. Nach dem ersten Umlauf nehmen Viktor Brüsewitz (Garbsen/7,998), Daniel Kaiser (Delitzsch/7,996) und Gero Meyer (Lastrup/7,942) nahezu punktgleich die Plätze fünf bis sieben ein.
Vorjahressiegerin Joanne Eccles aus Großbritannien scheint in der Damenkonkurrenz auch 2010 das Maß der Dinge zu sein. Mit WH Bentley und 8,165 Punkten übernahm sie nach dem ersten Umlauf die Führung vor der US-Amerikanerin Megan Benjamin (7,933), die sich noch bei den Weltreiterspielen in Aachen 2006 als Siegerin feiern lassen konnte. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen in der Zwischenwertung drei deutsche Einzelvoltigiererinnen. Dritte ist Antje Hill (Neuss/7,860), gefolgt von Sarah Kay (Sörup/7,814) und Simone Wiegele (Grevenbroich/7,804). Auch für die deutschen Damen geht es um die Fahrkarten für die Weltmeisterschaften.
Eine Premiere feiert in diesem Jahr in Aachen das Doppelvoltigieren. Die Sieger in der „Paardisziplin“ werden in zwei Umläufen ermittelt. Die erste Kür gewannen die Österreicherinnen Lisa Wild und Christina Leitgeb mit Robin (7,729) vor Hannah und Joanne Eccles (7,664) aus Großbritannien. Platz drei im ersten Umlauf ging an das deutsche Duo Ann-Kristin Burmeister/Ines Jückstock aus Hamburg mit Tjekko (7,081).
Bei den Teams stand heute nur die Pflicht auf dem Programm. Den besten Start in das Turnier erwischte das Team Rheinland mit Weltoni RS von der Wintermühle (Alexandra Knauf) mit 7,237 Punkten. Etwas ungewöhnlich ist die Besetzung der Mannschaft. Bedingt durch das Verletzungspech der Championatskaderteams Köln und Neuss, machten beide Gruppen kurzfristig gemeinsame Sache und bildeten das Team Rheinland. Auf den Plätzen zwei und drei kamen die Teams Lütisburg aus der Schweiz (7,102) und Freisaal aus Österreich (6,793).
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