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von Eva Willermann
"Das war schon ganz ordentlich schwer das Gelände, aber wir sichten hier auch für die WM in Italien und dort ist es auch richtig hügelig", sagte Bundestrainer Eckhardt Meyer (Hermannsburg). Auch die Fahrer waren sich einig, dass es "schwer genug" sei. Beim ersten Hindernis mussten die Gespanne einen Bach durchfahren. Als Thorsten Zarembowicz mit Sunrise durch das fließende Gewässer wollte, sprang die Stute ab und setzte in einem Sprung über das Wasser. Die Zuschauer hielten den Atem an, aber Zarembowicz fuhr unbeeindruckt weiter. Pech hatte er dagegen am siebten Hindernis, das mit vielen historischen landwirtschaftlichen Geräten dekoriert war. Hier rumpelte es einmal und ein Ball fiel zu Boden, so dass es zehn Strafsekunden gab. In diesem Hindernis hatte auch Mareike Harm eine Schrecksekunde. Sie fuhr so scharf rum, dass ihr Marathonwagen plötzlich auf zwei Rädern stand. Aber ihr Beifahrer reagierte schnell und das Gespann kam nicht zum Kippen. Im Gelände kam sie auf Platz sechs.
Schnellster im Gelände war Armin Müller-Rasmussen (Bad Endbach) mit Darwin mit 81,89 Punkten, knapp vor Detlef Böhlmann mit Diaz mit 82,16 Punkten. Er liegt damit jetzt auf Platz vier in der Meisterschaftswertung. Auf Platz drei im Gelände kam Philipp Faißt (Lahr) mit seinem Traber Orchis du Ried (83,14). Marathon-Spezialist Dieter Lauterbach (Herborn) belegte mit seiner championatserfahrenen Stute Rheinprincess Platz fünf. Er schob sich nach Platz zehn in der Dressur nun auf Rang sechs in der Kombinierten Wertung vor. Heinz Künstler (Grefrath) liegt mit Ragando auf Platz fünf. Auf Platz sieben befindet sich Klaus Tebbe (Neuenkirchen) mit Weltano, auf Platz acht Tino Bode (Halle), Sattelmeister am Landgestüt Prussendorf, mit Desmond und auf Platz neun Reinhard Burggraf (Geretsried) mit Albführen_s Poesie. Christoph Dieker (Gescher) war nach der Dressur noch auf Platz drei, aber nach dem Gelände rutschte er auf Platz 17 ab. Er erhielt am ersten Hindernis 20 Punkte für "korrigiertes Verfahren", da er nach Tor A das Tor B vergessen hatte und schon das Tor C durchfahren hatte. Er kam im Gelände auf Platz 29. Ansonsten wäre er Vierter in der Meisterschaftswertung.
Neben den Deutschen Meisterschaften der Einspänner findet in Wilsdruff auch der Bundesvergleichswettkampf der Pony-Einspänner statt. Acht Gespanne starten in diesem Wettbewerb. Schnellster im Gelände war Frank Rothaus (Schlangen) mit Nepumuck vor Andreas Pues-Tillkamp (Glandorf) mit Kurbaums Flop. "Er ist im ersten Hindernis einmal weggerutscht und danach etwas vorsichtiger gelaufen, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden. Nach Platz drei in der Dressur übernahm er jetzt auch die Führung in der Zwischenwertung. Dahinter liegt Theo Bopp (Mainz) mit Lobely. Auf Platz drei ist zur Zeit Patrick Hanisch (Ennigerloh) mit Moses vor der Dressursiegerin Birgit Damm-Haschmann mit Moonlight.
Zusätzlich zu den Prüfungen für die Einspänner und die Pony-Einspänner gibt es in Wilsdruff auch eine Sichtung für die Zweispänner, da diese in diesem Jahr erstmalig einen Nationenpreis haben und dafür eine Mannschaft besetzt werden muss. Das Gelände gewann Rudolf Huber (Stuhr) vor Reinhard Burggraf (Geretsried) und Andre Stiller (Burgwedel). In der Kombinierten Wertung führt nun Huber (132,62 Punkte) vor Burggraf (137,57) und Hans-Georg Schröder (Anklam/139,69). Der Dressursieger Stefan Schottmüller (Kraichtal) liegt jetzt auf Platz vier. Bei den Pony-Zweispänner gewann Tim Dallmann (Blankensee) das Gelände, er führt jetzt auch die Kombinierte Wertung an.
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